Weiden In Angst III
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Weiden In Angst III | |
Zeitraum | 1014 B.F. |
Region(en) | Weiden, Trallop |
Kurzbeschreibung
Die Helden lassen sich von Igor Zugang zu der Villa des Wachtgrafen geben und erkunden dort dessen Geheimnisse. Dabei finden sie einen Kellerraum, in dem Experimente an Menschen und Orks mit Vampyr-Fledermäusen gemacht wurden.
Wichtige Personen
Wichtige Orte
Der Keller der Villa
Was geschah
3.1 – Neue Bekanntschaften
Die frisch zusammengewürfelten Helden haben sich vor der prunkvollen Villa des Waltromp von Echsenstein versammelt. Vorher haben sie natürlich noch verschiedenste Besorgungen erledigt, damit sie nicht direkt ins Verderben laufen, was sie davon aber nicht abhalten wird.
Sie werden vom Diener Igor empfangen, der die Villa in den Wintermonden überwacht. Nachdem der Ring und die Autoritätsgewalt der Gruppe Igor gezeigt wurden, macht dieser auch keine Anstalten sich irgendwie unkooperativ zu verhalten, sondern beantwortet den Helden jede ihrer Fragen und führt sie zum Eingang des Anwesens. Auf Nachfrage erklärt er so den Helden, dass der Herr von Echsenstein sich in den letzten Jahren verändert habe, aufgrund einer Liaison mit einer Dame. Durch diese ist er auch an Geld gekommen und sie war auch dafür verantwortlich, dass er sich so eine pompöse Villa zulegte. Außerdem sei der Herr in den letzten Jahren großzügiger als sonst gewesen.
Der Gruppe wird auch klar, dass der verstoßene Hofmagier Waldemars, ebenfalls ein Echsenstein ist. Er ist der Bruder des Wachtgrafen und wohnt etwas weiter im Osten.
Plötzlich pocht es am offenen Tor und ein Zwerg steht dort, welcher mit Linje sprechen möchte. Diese schaut sich gerade die Fenster an, um einen Einblick in die Örtlichkeit zu erhaschen und nimmt das Pochen gar nicht so wirklich war. Der Zwerg mit dem Namen Baldorim scheint ein wahrhafter zwergischer Kriegsmann zu sein, denn seine Rüstung ist durchaus beachtlich. Galath spricht mit dem Zwerg und fragt ihn, was ihn an diesen Ort führt, worauf der Zwerg antwortet, dass er mit Linje sprechen will, da diese wohl seinen Schüler verführt haben soll. Natürlich handelt es sich hierbei um ein Missverständnis auf der Seite des Zwerges, aber in dem Gespräch kommt heraus, dass eine Frau im Anwesen lebte, die der Beschreibung Baldorims wohl ähnelt. Igor ist derjenige der die Information über “die Herrin Nyrielle” preisgibt. Aufgrund der doch recht schroffen und fordernden Art des Zwerges akzeptiert die Gruppe nicht, dass er sie in das Anwesen begleiten darf, allerdings schauen sie sich gerne nach seinem Lehrling um.
Daraufhin begibt sich Baldorim wieder zu seinem Wagen, der vor dem Anwesen geparkt ist und die Helden betreten das Anwesen. Da es doch recht dunkel im Anwesen ist zieht Galath ein Bündel aus seiner Gürteltasche in der sich ein Gwen Petryl, ein Efferdsfeuer befindet, welches den Gang in ein sanftes bläuliches Licht hüllt.
Baldorim sieht in der Zwischenzeit, dass im 1. Obergeschoss mehrere Personen zu sein scheinen. Es sollen blonde und rötliche Haare sein und für den Zwerg ist klar, dass es sein Lehrling und dessen Geliebte sein müssen. Er macht sich sofort auf den Weg in Richtung des Gebäudes. Der verdrossene Igor macht keinerlei Anstalten ihn aufzuhalten.
3.2 – Ins Verderben
Mit gezogenen Waffen besprechen sich die vier Helden, in welcher Reihenfolge sie die Türen öffnen. Das bläuliche Schimmern des Gwen Petryls taucht den reichen Flur in schummriges Dämmerlicht, das sich in Schwärze verliert. Galath reicht den heiligen Stein des Efferds an Irion, um mit gezogenem Holzschwert die Tür weit nach Innen aufschwingen zu lassen. Das Knarren der Sehne verrät ihm, dass die Hexe ihren Bogen spannt; Falkris’ Griff um seinen Stab festigt sich, als mit einem Klicken das Schloss gelöst wird. Dahinter verbirgt sich eine Art Spiel- oder vielleicht auch Beratungszimmer. Schwere Teppiche auf dem Boden dämpfen die Schritte Galaths, ein schöner, runder Tisch steht in der Mitte des Raumes. Die Fensterläden sind geschlossen. Es fällt ihnen auf, dass die Villa nicht nur reich eingerichtet ist, sondern auch von jemandem gestaltet und eingerichtet worden sein muss, der einen hochgradig Kunstaffin ist, denn vollkommen untypisch für weidener Häuser ist alles fein und filigran gearbeitet. Die Ornamente und Schmuckelemente auf den Fliesen, in den gewebten Teppichen, selbst die Kunstwerke wirken untypisch verspielt, fast elfisch.
Zurück auf dem Flur begibt sich Galath zu der Tür gegenüber. Durch die Gespräche über die unbekannte Gefahr, die ihnen eventuell in den Rücken fallen könnte, angespannt wird jeder seiner Schritte beobachtet. Gerade, als er die Tür öffnen will, kracht die Haustür auf. Alarmiert fliegt Linje herum und zielt auf die Öffnung, in der sich eine kleine, aber breite Silhouette abzeichnet. Baldorim warnt, dass er genau über dem Eckzimmer im Stockwerk darüber zwei Köpfe am Fenster gesehen hat. Er möchte gern sofort nach oben stürmen – die Vierergruppe allerdings argumentiert, dass sie jegliche Gefahr hier unten erst ausschalten wollen bevor sie nach oben gehen. Daher schließt sich Baldorim nicht an, als sie die zweite Tür öffnen.
“Ich warte”, brummt er missmutig und scheppernd bewegt er sich ein paar Meter den Flur hinab, ins Dunkel hinein, bis die Konturen seines Ranzens fast mit der Umgebung verschwimmen.
Die Tür auf der rechten Seite des Flurs schwingt auf und das Schimmern des Gwen Petryls bahnt sich erneut seinen Weg, erleuchtet tanzende Staubteilchen und die dicken Fasern des Teppichs. Die schwingende Tür gibt nach und nach den Blick auf ein gigantisches Portrait einer wunderschönen Elfe frei mit bleicher Haut und weißem Haar, das fast zu symmetrisch zu sein scheint. Aus den Erzählungen Igors wissen sie, dass diese Frau Lysira heißt und die Geliebte des Wachtgrafen ist. Sie hat wohl nicht nur genau dieses Haus so verlangt wie es ist, sondern es auch nach ihren Wünschen und ihrer Kultur eingerichtet. Außerdem scheint sie ein Glücksbringer für den Wachtgrafen zu sein, denn kurz nachdem er sie traf wurde er reich.
Galath geht langsamen Schrittes in den Raum hinein, den Blick auf das Bild über dem Kamin geheftet. Linje steht hinter ihm in der Tür, während sie beobachtet, wie er einen Moment zu lange auf das Portrait schaut. Draußen im Fastdunkel werden die anderen Helden ungeduldig.
“Gibt es etwas Interessantes da drin?”, ruft Irion. Galath, der seinen Blick fachmännisch durch den Raum schweifen lässt bemerkt, dass das Sofa absichtlich so hingestellt worden sein muss, dass der Besucher unweigerlich auf das Gemälde schaut. Als er sich zum Gehen wendet, antwortet er: “Hier ist nichts!”, als ihm etwas auffällt. Ist der Rahmen des Portraits an der einen Ecke nicht seltsam abgegriffen? Falkris und Irion wollen schon zum Zwerg aufschließen, als Linje fragt: “Was ist da?”
“Ich bin nicht sicher.” Galath tritt wieder an das Portrait heran, bemerkt, wie wunderschön diese Elfe ist und beginnt, den Rahmen des Portraits abzusuchen.
Kurze Zeit später steht die ganze Truppe im Raum verteilt. Das blaue Licht verzerrt die harten Schatten, wirft seltsam bizarre Formen an die Wände. Während der weißhaarige Adelige beginnt an der einen Ecke des Rahmens den Mechanismus lösen zu wollen, findet Irion auf dem Tisch vor dem Sofa einen wertvoll aussehenden Brieföffner. Ein Grinsen huscht über sein Gesicht, als er ihn geschickt aufnimmt und in einer seiner Taschen verschwinden lässt. Dabei ertönt ein leises Klicken und ein rechteckiges Plättchen erhebt sich, nur wenige Millimeter, aus der Oberfläche.
“Was dauert da drin so lange?”, ruft der Zwerg von draußen.
Nun betritt auch Falkris den Raum. Als er herumschaut, um sich zu orientieren, bleibt sein Blick ebenfalls an dem Gemälde kleben. Sein Mund öffnet sich ein kleines bißchen und die Gesichtszüge werden weicher, als er fast wie in Trance auf das Portrait zutritt. Eine Sehnsucht überkommt ihn, ein fast schmerzhaftes Verlangen, Lysira sehen zu wollen, ja, zu müssen. Er muss bei ihr sein … als Galath sich von dem Rahmen abwendet, weil nicht feststellen kann, warum diese Ecke so abgegriffen aussieht oder was passiert, wenn der Mechanismus gelöst wird, nimmt Falkris seinen Platz ein. Systematisch untersucht er den Rahmen.
Linje währenddessen schließt kurz die Augen und als sie sie wieder öffnet, offenbart sich ein anderes Bild. Das Portrait strahlt Magie aus und an der Ecke, an dem nun auch Falkris nach dem Geheimnis sucht, ist ein Öffnungszauber mit Erkennungskomponente. Grade, als sie das erkennt, ruft Baldorim von draußen: “Ich gehe jetzt hoch!” Ihr Blick fliegt kurz zur Zimmertür und im Gehen sagt sie: “Falkris, Ihr seid der Falsche, es zu öffnen. Versucht einen Foramen.”
“Dann, Gefährten, kommt alle hierher!” Sein Blick fällt auf die Hexe, die sich zu seiner Verwunderung nicht neben ihn gesellt, sondern aus der Tür gehen will. Und wo wollt ihr hin?” Im Hintergrund entfernen sich die scheppernden Schritte Baldorims.
“Ich möchte nach oben. Der Zwerg weiß nicht, was ihn erwartet und ich möchte ihn zumindest warnen, bevor er aufgefressen wird.”
Galath nickt. “Ich komme mit dir.” Gemeinsam verschwinden sie durch die Tür, während ein lautes Krachen den Magier zusammenfahren lässt. Er fährt herum und sieht, dass Irion gerade mit einem neugierigen Gesichtsausdruck ein Buch aus den Trümmern des Tisches angelt und einsteckt.
“Was zum …”, murmelt Falkris, als er mit ungläubigem Gesichtsausdruck realisiert, dass sich seine Gefährten wohl nicht dafür interessieren, was hinter dem von ihm mittlerweile geöffneten Portrait versteckt. Er läuft den anderen hinterher. Als Irion ebenfalls gehen will, hört er Geräusche aus dem Dunkeln hinter dem Bild. Leises Fiepen, Flattern. Ein Gefühl der Unruhe erfasst ihn, als er daran denkt, dass sich Vampire in Ratten und Fledermäuse verwandeln können. Kurzerhand drückt er das Portrait und schließt den Durchgang wieder.
3.3 – Vom Zwielicht zur Asche
Baldorim hat sich von alledem nicht beirren lassen. Der Zwerg weiß, was er gesehen hat und niemand wird ihn daran hindern seinen Lehrling zu finden. Die Treppe knarrt unter dem Gewicht des Zwerges und seiner schützenden Rüstung. Als er die letzte Treppenstufe hinter sich gelassen hat erreicht er einen Raum voller Türen. Ein normaler Mensch hätte hier kaum etwas erkennen können, denn der Raum ist dunkel als wäre er in Zwielicht getaucht, doch Baldorim ist kein Mensch. Er ist ein Zwerg, ein stolzer Zwerg und so ist es für ihn nur natürlich, dass er das Zwielicht durchblicken kann. Für ihn ist es vermutlich nicht einmal dunkler als in einem Stollen seiner Brüder und Schwestern. Er erkennt seinen Lehrling Karon. Karon geht es nicht gut, er ist blass, wirkt beinahe krank und vor allem hektisch. Baldorim kann hören, dass sein Schüler abgelenkt ist. Am Anfang bemerkt er die Anwesenheit seines Lehrmeisters überhaupt nicht, im Gegenteil sogar er redet mit Jemandem. Die Stimme einer Frau, gierig und ungeduldig zerreißt das Wiedersehen von Lehrling und Meister. “Mach auf, Mach auf. Ich will auch essen!” Wie ein quengelndes Kind fordert die Frau nach Blut. Baldorim kann nun erkennen, dass Karon vor einer Tür steht. Der Zwerg ruft seinen Lehrling, will diesem helfen, will dass er zurückkommt und von dieser Frau ablässt, aber Karon will nichts davon hören. Erst bittet er, dann fordert er seinen zwergischen Lehrmeister. “Meister, ihr müsst jetzt wirklich gehen.” Baldorim kann beobachten, dass Karon die Tür verschlossen hält und dennoch bewegt sich die Tür. Sie quietscht und die Türangeln verformen sich, irgendetwas unfassbar Mächtiges muss sich dahinter befinden. Der Zwerg wundert sich, denn sein Lehrling scheint die Tür dennoch geschlossen zu halten. Plötzlich öffnet sich die Tür, sie wird nach innen aufgerissen und Karon wird in den Raum hineingezogen.
Eine schöne Frau tritt aus dem Raum heraus. Gier und Hunger ist in ihrem Blick zu erkennen und auch sie ist bleich wie der Schnee. Ihr Kleid weht, obwohl kein einziger Windzug durch den Raum zieht. Es ist Nyrielle, die Hexe. Der Zwerg ahnt Fürchterliches und richtet seine Armbrust auf die Frau. Er ist bereit zu schießen, bereit seinen Lehrling zurückzuholen, komme was wolle. Mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit bewegt sich die Hexe auf den Zwerg zu, ihr Opfer fest im Blick, doch Baldorim betätigt lediglich den Abzug. Es sirrt für einen einzigen Augenblick und dann wird die Frau zurückgeschleudert. Der Schuss der Balestrina ist losgegangen und der Bolzen durchbohrt Nyrielle. Mit einem lauten Krachen fliegt sie durch die aufgerissene Tür in die Dunkelheit. Nach nur einem Augenblick erfüllt ein fürchterlich schrilles Kreischen die Stille. Aus der Dunkelheit heraus schreit Nyrielle “MEIN KLEID!” Es rumpelt, etwas wird über den Boden geschleift und auf einmal steht die Hexe wieder im Türrahmen. Ihr Kleid ist zerfetzt und die wenigen Tropfen Blut auf ihrer nackten Brust scheinen in die Wunde zu fließen, ganz als ob die Wunde sich schließen würde. Mit nur einer Hand hat Nyrielle einen Sessel mit sich gezogen, welchen sie nun mit unmenschlicher Kraft in Richtung des Zwerges wirft.
Gerade in diesem Moment kommt auch Galath oben an, doch er ist verloren in der Finsternis, versucht sich erst einmal umzusehen kann aber nichts bis auf die Geräusche hören. Er hatte Linje überholt, nachdem diese begonnen hatte zu zaubern und nur noch im Schritttempo die Treppe hochgehen konnte. Auch Falkris und Irion sprinten nun in Richtung der Treppe und überholen die gute Hexe, der Magier führt sein eigenes kleines Licht mit sich. Baldorim wird vom Sessel getroffen, mit seiner Rüstung kann er nicht ausweichen und es scheppert beim Aufprall. Doch der Sessel bleibt nicht liegen, wie von Zauberhand erhebt er sich wieder und beginnt sich ohne Gnade auf Baldorim zu stürzen. Doch Baldorim schafft es noch einen weiteren Schuss abzusetzen, welcher Nyrielle wieder in die Dunkelheit presste. Galath versucht auf das Einzige einzuschlagen was er sehen kann und führt einen schweren Schlag mit seinem Schwert auf den Sessel aus, allerdings ohne dass es irgendetwas bringt.
Erneut kommt ein Kreischen aus dem Raum heraus und es hört sich wieder so an, als ob etwas über den Boden geschleift wird, doch dieses Mal ist es kein Sessel sondern Karon, der an den Beinen von Nyrielle geklammert ist und versucht diese davon abzuhalten seinen Lehrmeister zu töten. Linje, Irion und Falkris kommen nun auch oben an und der Raum ist endlich von Licht erfüllt. Doch leider wird Linje von diesem Licht geblendet, denn ihr Zauber sollte bewirken, in der Dunkelheit sehen zu können. Baldorim wird immer noch vom Sessel attackiert, weshalb Galath auf Nyrielle stürmt. Sie lacht noch einmal, als sie das Holzschwert des Adligen sieht, allerdings kommt Hochmut vor dem Fall. Der Krieger bohrt ihr das Holzschwert direkt in die Brust und aus dem Ausdruck der Selbstgefälligkeit und der Arroganz wird Panik, bevor die Frau sich in Asche auflöst. Mit einem Knall fällt der Sessel zu Boden und Baldorim ist frei. Ein Schluchzen geht aus dem Raum aus. Es ist Karon, der seine Geliebte umtrauert. In nur wenigen Augenblicken wird aus der Trauer Wut und aus der Wut Zorn. Mit einem brünstigen “DU HAST SIE UMGEBRACHT!” stürzt sich Karon auf den Mörder seiner Geliebten, doch dieser verteidigt sich nur. Er möchte den Lehrling nicht töten, scheint nicht genau zu wissen, was er nun tun soll. Baldorim, nun frei von den Barragen des Sessels, rennt zu seinem Lehrling will ihn zu Sinnen bringen und Linje schießt einen Pfeil auf Karon, Falkris beginnt zu zaubern. Der Pfeil trifft ihn, hat allerdings keine Wirkung. Schnell schaltet die Hexe und ruft. “HOLZ HILFT NICHT!” Dann erhebt sich Falkris Stimme. “Ignifaxius Flammenstrahl - Magisch’ Feuer, schmelze Stahl!” Direkt neben der Hexe entspringen aus den Fingern des Magierszwei Feuerstrahlen, welche die Hexe verstummen lassen. Dem ersten kann Karon noch ausweichen, doch der zweite Feuerbolzen trifft ihn. Der Lehrling geht in Flammen auf, was Baldorim dazu bringt “BEI ANGROSCH!” zu rufen und sich auf seinen Lehrling zu stürzen, damit dieser vom Feuer nicht verschlungen wird. Doch dieser denkt gar nicht mehr an seinen Lehrer und Freund. Während der Zwerg versucht seinen Lehrling zu retten, beißt dieser ihm gewissenlos in den Hals. Der Zwerg wird schwächer und fühlt, wie die Lebensgeister seinen Körper verlassen und das Feuer, welches Karon noch umgab, wird wie magisch gelöscht.
Galath kann das Ganze nicht mehr ertragen. Er entscheidet sich dazu es zu beenden und schweren Herzens trennt er dem ehemaligen Schüler Baldorims, mit einem heftigen Hieb seines Schwertes, den Kopf ab. Es herrscht nur noch Stille und vom Kampf zeugt nur noch die Asche, welche um Galath und Baldorim verstreut ist.
3.4 – Der Zauber der Elfe
Fassungslos sinkt Baldorim auf die Knie. Der Tod seines Schülers lastet schwer auf ihm und nicht mehr und nicht weniger als ein trauriges “Bei Angrosch.” verlässt seine Lippen. Galath kniet sich neben den Zwerg und legt ihm eine Hand auf die Schulterplatte. In wenigen Worten versucht er ehrlich zu erklären, weshalb die Gruppe hier ist, was ihr Auftrag ist und womit sie es zu tun haben. Baldorim zieht nun zum ersten Mal seinen Helm aus und trinkt einen Heiltrank. Die Helden können nun zum ersten Mal das uralte Gesicht des Zwergen erblicken, welches von Narben und Schmerz mehr als deutlich gezeichnet ist. Baldorim hat eindeutig schon viel erlebt, vermutlich mehr als die gesamte Gruppe zusammen. Da es ungewiss ist, ob Baldorim sich selbst in eines dieser Wesen verwandeln könnte, bietet Linje dem Zwerg an, ihm die Zukunft vorherzusagen was dieser auch annimmt. Die Frau streicht ihm für einige Augenblicke durch das Gesicht, sammelt Tränen und Blut des Zwergs und wirft dann die Knochen. Es ist eindeutig, Baldorim wird sich nicht in einen Vampir verwandeln, zumindest nicht aufgrund dieses Bisses.
Falkris erinnert sich wieder an die Geheimtür des Portraits, welche er offen hatte stehen lassen, allerdings bleibt Irion entspannt und meint nur. “Ach, da waren Geräusche hinter dem Bild. Ich habe es wieder zugedrückt.” Allerdings ist der Zauberer bereits dabei die Treppe hinunterzustürmen. Allerdings macht sich der Rest der Gruppe dann auch auf den Weg, um den Zauberer nicht alleine zu lassen. Als Falkris unten ankommt steht er natürlich vor einem verschlossen Bild und versucht wieder die Öffnung zu finden. Doch es dauert nicht lange, bis der Rest der Truppe sich ebenfalls im Raum befindet und das erste Mal kann auch Linje das Bild richtig in Augenschein nehmen. Es ergeht ihr ähnlich wie Falkris, denn auch sie spürt auf einmal dieses Verlangen, das Verlangen nach dieser perfekten Elfe. Galath und Baldorim hingegen betrachten den Raum, der umgestürzte Tisch war neu und nun gibt Irion Linje auch das Buch, welches er aus dem Tisch hatte bergen können. Diese überfliegt es, kann aber bis auf grobe Details nicht viel herausfinden, dafür muss sie es genauer betrachten und braucht vor allem Zeit. Lediglich die Ein- und Ausgänge aus Grafschaften und andere verschiedene Dinge sind offensichtlich. Schließlich ist es Baldorim, der mit seinem zwergischem Geschick und Verständnis für Mechanik die Geheimtür wieder öffnen kann. Sofort nehmen Linje und Irion Geräusche aus dem vor ihnen liegenden Keller war. Es ist ein hungriges Fiepen. Irgendetwas ist da unten, irgendein Rudel von Tieren, ein Rudel mit einem Alphatier, welches die anderen dazu bringt sich auf die Lauer zu legen. Vor der Truppe liegt nun eine Treppe die vor einer weiteren Tür endet. Gemeinsam beschließen sie die Tür zu öffnen, Galath vorraus, Irion hinter ihm mit einer Phiole Hylailer Feuer von Baldorim bewaffnet. Der Magier soll eine magische Wand zaubern, sollte es dazu kommen, dass der Gruppe sofort eine Meute Vampire entgegenspringt und Irion soll die Phiole werfen.
Doch dazu kommt es nicht. Denn hinter der Tür ist erst einmal keine sofortige Gefahr. Dennoch ist es ein Anblick des Grauens. Ein Raum, offensichtlich für magische Rituale benutzt, denn davon zeugt ein magischer Kreis in der Mitte des Raumes, ein Kreis aus Blut. Zahlreiche Leichen an der rechten Seite, sowie unter den Dielen noch abermals soviele versteckt, ein Hexenkessel und ein Tisch mit einem Opferdolch und einem seltsamen Buch und ein Haufen Käfige voller Fledermäuse an der linken Seite. Der Raum stinkt nach Verwesung und Tod. Es ist offensichtlich, hier wurden Menschen geopfert, hier wurden Experimente durchgeführt und ebenso offensichtlich ist es, dass diese erfolgreich waren, denn sonst wäre der Keller nicht verlassen. All der Tod, all diese Ungerechtigkeit, all das Leiden in diesem Raum lassen bei dem Adligen das Fass überlaufen. Er verlangt nach einer Fackel und Lampenöl und will wenigstens diese verfluchten Tiere auf der Stelle vernichten. Baldorim begibt sich ebenfalls in den Raum hinein und auch der Magier betritt zögerlich den Raum. Linje und Irion bleiben vor der Tür stehen, all der Tod, all das Leid hindert sie daran, diesen Ort aufzusuchen. Als Galath näher und näher an die Käfige herantritt wird das Fiepen lauter und lauter, eine besonders große Fledermaus stürzt sich sogar gegen ihren Käfig und versucht den Adligen anzugreifen, allerdings ohne Erfolg. Lediglich eine einzelne Fledermaus bleibt zurückgezogen. Sie hält den Mann im Blick und auf einmal ganz plötzlich, verändert sich dessen Gesinnung. Warum wollte er diesen Tieren noch einmal etwas tun? Er weiß es nicht mehr, nein das war auf jeden Fall falsch. Er muss den Tieren doch helfen. Seine Hand nähert sich dem Riegel vor dem Käfig, woraufhin der Zwerg schießt. Der Bolzen trifft den Krieger im Rücken, allerdings wird der Hauptteil der Wucht von der Rüstung absorbiert, sodass er sich auf den Beinen halten kann. Im Gegenteil er stolpert sogar in die Richtung des Käfigs. Indes überwindet Linje ihre Angst versucht den Krieger erst mit Worten zu überzeugen, aber als das nicht wirkt wirft sie einen Knüppel in Richtung des verwirrten Adligen und spricht einen Zauber. War es vor wenigen Momenten noch ein Sessel der auf den Zwerg eindrosch, so ist es nun ein Knüppel der den Krieger von den Käfigen wegprügelte. Linje rennt in die Nähe der Käfige, macht dabei aber einen Bogen um den magischen Kreis. Ein weiterer Schuss löst sich und trifft Galath am Bein, wodurch dieser umknickt und gegen den Tisch mit Opferdolch und Buch stürzt. Das Buch fliegt im hohen Bogen durch den Raum und landet auf dem Boden. Der Krieger scheint wieder bei Sinnen zu sein, doch nun ist es Linje, die sich mechanisch in Richtung der Käfige begibt.
Irion und Falkris haben beschlossen den Raum zu verbrennen. Irion hat die Phiole in seiner Hand und wirft sie auf die Käfige. Der schreckliche Gestank des Raumes wird noch viel erbärmlicher, als das Fleisch der Tiere beginnt zu verbrennen. Linje steht direkt vor den Käfigen und muss all das mitanblicken. Galath springt auf schnappt sich das Buch und greift die Hexe an der Hand und zerrt sie aus dem Raum. Als das Alphatier vergeht, geht ein Schock durch Linje und sie beginnt aus Mund und Nase zu bluten und auch Irion scheint davon belastet zu sein, wenn auch weniger als die Hexe. Alle verlassen so schnell es geht das Gebäude und werden von Igor begrüßt der nur meint. “Oh, schaut, sauber sind die Kaminschächte! Wie gut der Rauch abzieht …”
Abschluss
Informationen, die wir uns zusammenreimen / erspielt haben:
- 2 Bücher: eines klar, der Inquisitor mit seinem Bruder regen Menschenhandel mit den Finsterkammzwergen (chiffriert)
- das andere: Rezept des ewigen Lebens, der Gedanke ist: mit Fledermäusen Exzerpt zu generieren für Leben. Mehrere Auftraggeber: Der Wachtgraf, seine Freundin, der Gille und die Hexen aus dem Nebelmoor
- Menschen wurden hergebracht, teils verkauft, um das Experiment zu bezahlen und irgendwann ist jemand zufrieden abgezogen, als etwas gelungen ist
- Wachtgraf, Gille, Hexen im Nebelmoor Anknüpfpunkte
- Graf hat mit Bruder gearbeitet, deswegen wurden keine Entführungen gemeldet
- Gille ist für Verbrechensaufklärung zuständig
- der schwarze Bruder hats entdeckt, wurde aus Versehen gebissen und hat noch zwei Leute zu sich geholt (Nyrielle und den Lehrling)
- Der Zwerg bricht einen Bolzen über sein Knie und sagt: „Ihr werdet es noch eine Weile mit mir aushalten müssen. Ihr scheint einiges darüber zu wissen, was hier passiert ist. Und ich werde nicht eher ruhen als das der Tod meines Lehrlinge gerächt ist!“ Er hebt die Faust gen der brennenden Villa: „Karon, ich finde die, die dafür verantwortlich sind!“
- Rathilla zum Magier, ins Nebelmoor oder Richtung Burg Distelstein zum Graf
- Wir gehen nach Rathila (weil Falkris und Linje verknallt sind)
- Irgendwer wollte meine ich, auch zum Grafen..